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Chronologie eines mißglückten Trainings

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Hier aus aktuellem Anlass mal ein Negativ-Beispiel, wie man nicht trainieren sollte:

Für dieses Wochenende stand ein langer Dauerlauf auf dem Trainingsplan. 30 km in ca. 3 Stunden war als Ziel gesetzt. Hier nun die chronologische Abfolge, incl. Vortag:

  • am Vorabend bin ich ganz gepflegt mit einer nicht unerheblichen Menge an Wein, Bier und Kräuterschnaps ein wenig versackt. Ins Bett ging es um 03:30 Uhr
  • Aufstehen warúm 08:30 angesagt, also nur 5 Stunden Schlaf, habe mich aber gut gefühlt.
  • Frühstück: Zwei Toast mit Käse, ein Kaffee und ein großer Schluck aus der Wasserpulle.
  • Dann ging es direkt los. Wetter war nicht gut, Temperatur Anfangs 25°C, später 27°C, dabei sehr schwüle Luft.
  • Verpflegung für unterwegs bestand aus 1,25 Liter Wasser und einem Päckchen Dextro-Energen.
  • Laufen ging anfangs gut, Tempo ok, aber durch die schwüle Luft habe ich sehr stark geschwitzt.
  • 10 km Zwischenzeit mit 1:01 soweit ok
  • 20 km Zwischenzeit mit 2:01 auch gut, leider aber Getränke alle.
  • Da ich Geld dabei hatte, habe ich also die Augen nach einer Tankstelle o.ä. aufgehalten, leider Fehlanzeige.
  • Bei Kilometer 22 falsch abgebogen Irrtum nicht bemerkt
  • Bei Kilometer 25 verwandelte sich die Zunge durch den weiteren Flüssigkeitsverlust in eine Art Holzstück. Außerdem traten Kopfschmerzen auf. Puls mit ca. 170 zu hoch.
  • Um die Sache nicht eskalieren zu lassen, habe ich das Laufen gestoppt, und bin zügig weitergegangen. Bei Kilometer 28 an einem Gehöft geklingelt und nach Wasser und dem Weg gefragt. Mußte feststellen, daß ich einen großen Umweg gelaufen bin und die Strecke sich um ca. 8 Kilometer verlängert.
  • Mit frischen Wasservorräten ging es also frohen Mutes weiter. Der Flüssigkeitsverlust war aber zuvor schon so groß, daß die frische Ration im Laufe der nächsten 6 Kilometer schon wieder alle war. Danach stellten sich die alten Probleme wieder ein. Laufen wieder gestoppt, und bis Kilometer 38 zügig gegangen. Auch das Geh-Tempo ließ zum Schluß nach. Schmerzen in allen Gliedern, großer Durst, Kopfschmerzen und Stiche in der Brust machten diesen Weg zur Qual. Am Ende waren aus den geplanten 30 Kilometern in 3 Stunden, 38 Kilometer in 4:20 geworden.
  • Interessant auch der gemessene Gewichtsverlust: Trotz zugeführter Flüssigkeit von ca. 3 Litern zeigte die Waage 4 Kilo weniger als am Morgen. 
Fazit aus der ganzen Aktion: Kein Alkohol vor solchen Läufen, ausreichend Schlafen, essen und trinken, trinken, trinken..

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